Der Superhund

Besonders spannend bei einem Hund aus dem Tierschutz ist das langsame Kennenlernen seines kleinen neuen Freundes.

Über Lotte lerne ich wöchentlich Neues. Charakterzüge, Eigenschaften, Ängste und Gewohnheiten tun sich langsam aber sicher immer mehr auf.

Was ich bereits über meinen Hund herausgefunden habe und ob nicht somanche Gemeinsamkeit zwischen mir und Lotte besteht, fasse ich hier mal zusammen.

Lotte ist…

Ein Morgenhund. Ja, wie beide sind uns einig: Morgens zwischen 7 und 9 ist die beste Zeit um den Tag zu beginnen, zu arbeiten, Dinge zu erledigen, Hundekumpels zu treffen und zu toben. An manchen Tagen besticht Lotte durch große Ungeduld. Könnte sie sprechen, würde das etwa so lauten: „Jetzt hör doch endlich mal auf, deinen blöden Kaffee zu trinken! Du brauchst schon tausend Jahre zum Aufstehen und Anziehen! Jetzt mal ehrlich, wie rammdösig kann man denn sein? Siehst du nicht, wie ich mich in den Flur lege und meinen allerbesten Dackelblick aufsetze? Das ist wirklich unglaublich, wie du da noch deine Nase in die Kaffeetasse hängen kannst!“

Eine Mampflokomotive. Egal was, egal wo, hauptsache, man kann essen. Wobei „essen können“ hier auch relativ ist. Offenbar sieht Lotte statt einer Alu-Kugel ein saftiges Stück Pansen, anders kann man sich das vehemente Rumkauen auf Dönerverpackungen nicht erklären. *Staubsaugermodus aktiviert* und in meinem Bezirk hat der BSR keine Arbeit mehr. Nun, wir arbeiten dran!
Zumindest fahren wir beide gleichsam auf eines ab: KÄSE. 😉

Ein Sturkopf. Mich würde es nicht wundern, wenn Lotte irgendwann Bockshörnchen wachsen. Dieser Hund geht gerne seine eigenen Wege und ist ziemlich selbständig. In unsicheren Gebieten, beispielsweise Wäldern, bleibt sie Gott sei dank in meiner Nähe. Aber wenn sie sich sicher fühlt, wird blindlinks drauflos geschnuppert. Madame ist in ihrem Element und Frauchen ist…egal! Ich muss sagen, dass ich ihre unabhängige Art mag. Sie hat ihren eigenen Kopf und umso schöner ist es, wenn ich merke, dass sie auf mich hört und mich als „Autoritätsperson“ anerkennt.
In Punkto Selbstsicherheit kann ich sicherlich noch einiges von ihr lernen, denn auch von größeren Hunden lässt sie sich nicht die Butter (oder besser gesagt: Die leckeren Grill-Abfälle) vom Brot nehmen.

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Warum hören, wenn man schnuppern kann?

 Intelligent. Die kleine Rateromix-Hündin begreift sehr schnell. Das muss nicht heißen, dass sie das Gelernte auch umsetzt, denn wie oben beschrieben hält sie es noch nicht so ganz für nötig, immer meinen Anweisungen zu folgen. Aber mit Klickertraining und etwas Futtermotivation kann man ihr binnen 2-3 kurzen Übungsphasen sehr gut Kommandos beibringen. Trotz allem wäre es bei ihr wohl von Nachteil wenn sie eines Tages begreifen würde, wie man Schubladen öffnet!

Manchmal eine Zicke. Von kleineren oder jüngeren Hunden lässt Lotte sich nichts sagen und zeigt manchmal sehr schnell Grenzen auf. Inzwischen kann ich das ganz gut vorhersehen, wenn sie ihre „Wutbürste“ zeigt. Nicht schnell genug reagiert und sie stürmt auf den kleinen Hund los und zeigt ihm, wo der Hammer hängt. Futterresourcen werden natürlich sowieso ausdauernd verteidigt, besonders der kostbare Müll auf den Wiesen. Dies macht das akribische Einstudieren eines Abbruchkommandos unerlässlich, da sie zeitweise doch zu sehr aufdreht.

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Zeigt auch gerne mal die Zähne.

Ein Zappelphilipp. Stillsitzen? Nö! Hinlegen? Maximal 30 Sekunden, dann geht es aber wieder los. Ich muss gestehen, ein bisschen erkenne ich mich da in ihr wieder. Oder bin ich es, die auf Lotte abfärbt? Wahrscheinlich ist dies auch eine Alters-und Rassenfrage. Jedenfalls ist diese kleine Maus ein einziges Energiebündel auf vier Beinen. Zum Vorteil aber gereicht es, dass sie zu hause am liebsten in ihrem Körbchen entspannt, wenn der innere Gassiwecker nicht gerade klingelt.

Eine Wächterin. Als halber Ratero muss man natürlich eins können – wachen!
Den Eindringling hören und melden, lange bevor Frauchen überhaupt irgendetwas gecheckt hat: „Die gammelt doch die ganze Zeit am Computer – einfach unmöglich, da bleibt die ganze Arbeit ja an mir hängen. Wie kann die da so entspannt sitzen, wenn draußen dauernd Menschen die Dreistigkeit besitzen, durchs Treppenhaus zu latschen, den Hausflügel zu betreten, ihre Glasflaschen in die Tonnen zu scheppern oder ihre Räder anzuschließen? Da habe ich ja mehr als genug zu tun! Leider scheint sie das gar nicht so zu begrüßen, wenn ich mal wieder einen Eindringling in meinem Territorium vermelde. Dabei möchte ich mich doch nur nützlich machen! Und neulich beim Grillen, als ich alle Radfahrer und Hunde angebellt habe, musste ich doch wohl die leckeren Würstchen verteidigen, oder?“

Ein Superhund. Last but not least, der wichtigste und wahrste Punkt! Lotte ist (m)ein Superhund. Ich habe sie mit all ihren Ecken und Kanten lieb und es gibt nichts schöneres, als abends mit ihr bei einem Film gemütlich zu kuscheln. Ein Leben ohne das Körbchen neben meinem Bett kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen.

 

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Das sind meine Würstchen. MEINE.

 

 

Zwiespalt Kastration

Heute meine Gedanken zu einem Thema, das mich beschäftigt, seitdem Lotte bei mir eingezogen ist.

Denn als ich sie übernommen habe, steckte sie gerade mitten im Beginn ihrer ersten Läufigkeit.
Wie stressig das wirklich sein kann, habe ich dann gleich erfahren dürfen.
In einem Hunde-Ballungsgebiet mit einer Überzahl an intakten Rüden kann man sich dies wie beim Rattenfänger von Hameln vorstellen. Bloß, dass es sich nicht um Ratten handelt sondern um liebestolle Rüden, die beim Duft einer läufigen Dame alles um sich herum vergessen.
Natürlich war das ganze insofern gut, dass ich unmittelbar diese Erfahrung machen konnte. Eine Erfahrung, die früher oder später jedem Hündinnenbesitzer zu gute kommt, der sein Tier nicht aus einem Heim hat.

Richtig, Lotte kommt aus dem Tierschutz. Aber sie ist ja noch sehr jung und im mallorcinischen Tierheim wurde weder eine Kastration noch ein Leishmaniose-Test vorgenommen.
Über ersteres bin ich sehr froh, denn mit ein bisschen Recherche findet man schnell heraus, dass eine Kastration während der „Pubertät“ und vor der ersten Läufigkeit ganz und gar nicht das Gelbe vom Ei ist.

Auf jeden Fall kastrieren! – Dachte ich.
Als ich Lotte bekam, machte ich etwa eine Woche später einen Termin beim TA. In vier Wochen sollte sie kastriert werden, klarer Fall.
Denn bei mir überwiegte einfach die Panik, sie könnte doch irgendwie von einem Rüden „beglückt“ werden – und eine Option, auf ein Häuflein Welpen und ein Muttertier aufzupassen, habe ich absolut nicht.

Dann jedoch klärte mich meine Hundetrainerin über einige Fakten auf und brachte meinen Entschluss ins Wanken.
Ja, die Kastration einer Hündin ist eine große OP.
Aber welche anderen Nachteile sie birgt, kam mir anfänglich gar nicht in den Sinn.

Hormonelles Ungleichgewicht und Erkrankungen
Dabei ist ja vieles offensichtlich.
Zum Beispiel, dass der natürliche Hormonhaushalt des Hundes durcheinander gerät und dies sowohl die Streßverträglichkeit als auch das Sozialverhalten bei anderen Hunden negativ beeinträchtigen kann.
Lotte ist eine sehr entspannte und überhaupt nicht ängstliche Hündin.
Stress wie Autofahren bewältigt sie sehr gut, anpassungsfähig wie sie ist, gewöhnt sie sich schnell an unangenehmere Umstände wie beispielsweise Bus-oder Bahnfahrten.
Weitere Nachteile der Kastration sind spätere Inkontinenz oder mögliche Erkrankungen des Skeletts – besonders, wenn der Hund sich noch im Wachstum befindet.

Diese Informationen sind schnell herauszufinden und machen die Entscheidung für mich durchaus einfacher.

Prophylaxe?
Ich lese ja oft, dass die Kastration Gebärmutterentzündungen und Mammatumoren vorbeugen soll.
Ist das wirklich ein Argument?
Für mich nicht.
Mal ehrlich, würde ich mir die Brüste amputieren lassen, damit ich ausschließen kann, jemals Brustkrebs zu bekommen?
Oder die Gebärmutter entnehmen, damit sie sich ja niemals entzündet?
Natürlich würde das kein Mensch machen, ich auch nicht.
Und kein Arzt würde so etwas vornehmen, lediglich um irgendetwas vorzubeugen, wenn noch nie eine Krankheit bestand.
Warum also sollte ich dies bei meinem Hund tun?
Ja, Lotte KÖNNTE einmal Gesäugekrebs bekommen.
Sie könnte aber auch Lungenkrebs oder andere Tumore kriegen, ja, vielleicht wird sie auch bis zu ihrem Todestag von Krebs verschont bleiben. Dies bleibt natürlich zu hoffen.
Aber wenn man einmal nachdenkt, dann ist das Krebsrisiko bei Hunden nicht viel anders als beim Menschen.
Ich sehe es von daher wirklich nicht gegeben, zur Prophylaxe irgendwelche wichtigen Organe aus meiner Hündin herausräumen zu lassen.

Von somanchen habe ich gehört, dass die Kastration mehr Vorteile als Nachteile erbringt.
Ob das stimmt, wird wohl die Zeit zeigen müssen.
Wenn es lediglich dabei bleibt, drei Wochen lang an der Leine liebestolle Rüden verscheuchen zu müssen, werde ich wohl keine Kastration in Betracht ziehen.
Sollte es allerdings doch größere Schwierigkeiten geben, muss ich meinen Entschluss vielleicht überdenken – jedoch keinesfalls unter einem Alter von 2 Jahren.

Mein persönliches Fazit
Ich bin heilfroh, dass ich den Termin zur Kastration ersteinmal nicht wahrgenommen habe.

In Lottes momentanem Lebensabschnitt wäre diese Entscheidung definitiv die falsche gewesen.
Am liebsten hätte ich gerne eine „normale“ Hündin in ihrem natürlichen Zustand, mit einem geregelten Hormonhaushalt und allen Organen. Das bedeutet, dass ich eher gegen eine Kastration ohne medizinische Indikation bin.

Dennoch möchte ich natürlich abschließend sagen, dass ich absolut niemanden dafür verurteilen würde, der sein Tier kastrieren lässt, ganz gleich ob männlich oder weiblich.

Ebenso, dass ich natürlich auch für Input und Meinungen jeder Art offen bin, denn es gibt noch viel zu lernen 😉

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Der Abendmuffel

Lottes „Blasen-Limit“ habe ich noch nicht ermitteln können. Das ist auch besser so und dazu soll es bestenfalls auch nie kommen. Allerdings ist dies auch nicht schwer, da Lotte offenbar nie richtigen Harndrang hat. Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob sie genug trinkt, aber scheinbar ist jeder Hund individuell was die Notdurft betrifft.

Jedenfalls habe ich entdeckt, dass sie nach einer letzten Runde gegen 18/19 Uhr problemlos am nächsten Morgen zwischen 8 und 9 losgehen kann und sich dann immer noch mindestens 10 Minuten zeit nimmt bis zum kleinen Geschäft.

Natürlich versuche ich ihr oft zu ermöglichen, dass sie sich später am Abend noch einmal erleichtern kann. In den ersten Tagen bin ich tatsächlich noch mit ihr gegen 22,23 Uhr raus gegangen und das war alles kein Problem. Ich hatte das Gefühl, sie könnte noch zwei Stunden weiter spazieren.

Nun gehen wir aktuell zwischen 20 und 21 Uhr in die letzte Runde. Einige Zeit nach ihrem Einzug begann sie dann, auf dem Rückweg in Sichtweite der Tür stark zu ziehen. Ich war sicher, dass dies an einem Hund lag, der einige Meter vor uns in einer Haustür verschwand. Auch, wenn sie mich bis zur Wohnungstür ziehen wollte. Jedoch bemerkte ich schnell: Nein, der Hund war nicht der Grund!

Denn auch bei weiteren Runden gegen 21 Uhr begann das Ziehen in Sichtweite der Haustür und auch ein aufforderndes Wuffen gesellte sich dazu. Ich habe recht schnell verstanden, was Lotte mir damit sagen wollte:

Ich will nach Hause! Ich hab keinen Bock auf Gassi, ich will lieber in mein warmes Kuschelbett – was soll das hier?

Ich dachte dann, man könnte doch gegen acht noch eine größere Abschlussrunde machen, da am Tage nicht so viel passiert war. Die Dämmerung brach langsam herein, aber es war noch kein bisschen dunkel.

Jedoch musste ich bemerken, dass Lotte davon augenscheinlich nicht viel hielt.

Auf dem Hundeplatz wuffelte und knurrte sie auf einmal andere Hunde an und stimmte in Bellkonzerte ein, die von einem hunderte Meter weiter entfernten Hund gegeben wurden.

Und dies war nicht das erste Mal, dass sie sich eher untypisch verhielt. So blaffte sie einige Tage zuvor ein Kind auf einem Fahrrad an, das die Wiese überquerte, und provozierte eine lautstarke Unterhaltung mit einem Genossen.

Also gut Lotte, ich habe Verstanden! Irgendetwas passt dir am abendlichen Gassi gehen nicht, also gehen wir eben nur kurz pinkeln und nicht mehr auf die Wiese.

Beim gestrigen, wirklich kurzen Toilettengang meckerte sie mit einem Nachbarn, der zeitgleich mit uns nach Hause kam und nutzte gleich die nächste Chance sich zu beschweren, als sie zwei weitere Nachbarn im Hof erblickte.

Ich muss anmerken, dass Lotte eigentlich ein eher ruhiges Tier ist und nur zu bestimmten Anlässen vereinzeltes Bellen von sich gibt. Das ausdauernde Meckern am Abend kam also für mich sehr überraschend.

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Abends ist es im Bett am schönsten!

Woran genau das liegt, kann ich nicht sagen. Angefangen hatte es mit dem Ankläffen von Radfahrern mit Frontlicht. Eigentlich bin ich mit ihr öfters bereits später am Abend von einem Freundebesuch heimgegangen, was nie ein Problem war. Und auch Abends geht sie durchaus motiviert zum Gassigang, obwohl die Vorfreude nicht ganz so groß ist wie am Tage.

Eine Theorie meinerseits ist, dass ihr die Dämmerung oder Dunkelheit doch irgendwie suspekt geworden ist und sie deswegen aus „Sicherheitsgründen“ vermehrt ihr Bellorgan benutzt, wenn sie Hunde und Menschen durch bloßes Sehen nicht mehr richtig ausmachen kann.

Im Großen und ganzen finde ich es aber nicht stöhrend, da ich selbst ein absoluter Tag-und Morgenmensch bin und Abends auch nicht mehr viel Action brauche.

Ist euer Vierbeiner auch so ein Abendmuffel? Und wie macht sich das bemerkbar?

 

Der innere Öko

Ich bin eigentlich überhaupt kein ökologie-begeisterter Mensch. Ich kaufe ganz normales Essen, es darf auch mal etwas Günstiges sein, einmal die Woche Fast-Food und natürlich die obligatorische Schokolade, von der ich mir jeden Tag ein bisschen gönne. Gesunde und frische Ernährung finde ich wichtig, aber übertreiben sollte man es damit nicht. Bioläden meide ich meistens, bis auf 1-2 Male im Jahr, wenn ich doch einmal etwas Extravagantes brauche.

Wie nun ist es aber beim Hund? Tja. Lotte kann sich natürlich nicht selbst aussuchen was sie isst und ist daher vollkommen auf meine Urteilskraft angewiesen. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Als blutiger Anfänger habe ich viele Bedenken!

Barf? Nassfutter? Trockenfutter? Welche Marke? Was darf drin sein, was sollte drin sein? Gar nicht so leicht, bei so viel Auswahl!

Nach einiger Recherche habe ich mich dann für eine Mischung aus Nassfutter und Trockenfutter entschieden, beide von zwei verschiedenen und etwas teureren Marken. Lotte schmeckt nahzu fast alles, obwohl sie bei Trockenfutter durchaus wählerisch ist. Zumindest meidet sie das bereitgestellte Futter, das bei Fressnapf im Eingangsbereich zu finden ist – dahingehend eine anspruchsvolle Dame, wie es scheint.

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Hauptsache was zu Futtern! – Findet jedenfalls Lotte.

Jedoch bemerke ich oft, wie ich genauestens die Inhaltsangaben von Snacks, Kauartikeln und allem, was man so in die Schnute packen kann, durchstudiere.

Farbstoffe? Kommen mir nicht ins Hundemaul. Wozu auch, welcher Hund interessiert sich für die Farben von Leckerlis, zumal Hunde Farben sowieso anders wahrnehmen.

Tiermehl? Nein danke. Denn diese „Mehle“ sind alle mehr oder minder suspekte Reste, die durchaus nicht vom Fleisch des Tieres stammen müssen sondern auch einfach Schnabel-und Klauenpampe sein können.

Zucker? Ja, das habe ich auch schon gelesen und auch das verstehe ich nicht. Ein Hund mag auch Kauartikel ohne Süße, wozu also dieser unnötige Zusatz? Wenn der Hund etwas Süßes bekommen soll, greife ich da lieber zu Honig oder Ahornsirup – natürlich nur in Maßen…

Konservierungsstoffe? Neulich habe ich eine Packung getrocknetes Rindfleisch gefunden, in dem als einziger Zusatz diese Konservierungsstoffe angegeben waren. Nach kurzem Hadern habe ich mich dann doch dafür entschieden, da es sich nur im kleine Schmackis als Belohnung handelt.

Plastikspielzeug? Der Kong ist natürlich ein wichtiges Utensil, auf das wir nicht verzichten wollen. Aber bei Kauspielzeug aus Plastik treibt mich auch hier die Sorge, dass dies Lotte langfristig vergiften könnte. Denn im Gegensatz zu Kinderspielzeug gibt es hier eine gesetzlichen Regelungen über Inhaltsstoffe.

Ist das gesund? Allgemein informiere ich mich viel darüber, was für die Hundegesundheit zusätzlich förderlich sein könnte und was für Produkte eventuell sogar schädlich sein könenn. Hier gibt es Warnungen über giftige Kauknochen aus China oder mit Chemikalien vollgepumpe Knabberknoten. Unsicher macht es allemal – was genau gebe ich meinem Hund da?

Was auch immer mir suspekt erscheint – sobald ein Produkt nicht aus rein natürlichen Bestandteilen besteht, lege ich es beiseite. All die Dinge, die mir eigentlich bei meinem eigenen Essen nicht besonders wichtig erscheinen, beachte ich bei Lottes Ernährung eingehendst.

Wie ist dies bei euch? Übertreibe ich vielleicht ein wenig? Bekommt euer Hund auch mal ein „ungesundes“ Naschi? Worauf achtet ihr bei Futterbestandteilen und was sind eure Lieblings-Leckerlis?

 

 

Eine kleine Dame aus Mallorca

Nach Jahren der Überlegung habe ich es endlich gewagt! Der Traum vom eigenen Hund, den man oft lange hegt – er wurde erfüllt.

Nun habe ich mich entschlossen, diesen kleinen Blog zu eröffnen – rund um diese süße Hundedame, die nun seit mehreren Wochen ganz neuen Wind in mein Leben gebracht hat. Denn ich habe oft so viele Gedanken und auch Fragen in meinem Kopf, dass ich diese nicht nur gerne teilen möchte. Ich finde auch spannend zu erfahren, was andere Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern so erleben und ob vielleicht der ein oder andere Hund die manchmal seltsamen und witzigen Eigenschaften des eigenen teilt.

Lotte wird im Mai ein Jahr alt. Geboren wurde sie in Mallorca und kam dann nach Deutschland. Von einer Pflegestelle aus ist sie nun bei mir gelandet und darüber bin ich sehr froh – denn sie ist ein toller Hund!

Lange gesucht habe ich eigentlich nicht. Im örtlichen Tierheim gab es leider keine Hunde, die für einen Anfänger tatsächlich geeignet waren. Und da ich nicht irgendein Tier mitnehmen wollte, um einen Hund zu haben, ging ich „mit leeren Händen“ wieder nach Hause.

Recherchen im Internet brachten mir hier mehr. Bei verschiedenen Organisationen des Auslandstierschutzes durchkämmte ich die Websites, bis ich irgendwann auf eine Hündin stieß, die ich unbedingt kennen lernen wollte. Diese jedoch war ob ihrer Ängstlichkeit kein geeigneter Anfängerhund, woraufhin mir Lotte vorgeschlagen wurde – die eigentlich Luna hieß.

Lotte konnte ich an der Pflegestelle kennen lernen. Und dann ging mir die lebhafte kleine Maus nicht mehr aus dem Kopf. So geschah es, dass sie bereits zwei Tage später bei mir Einzug hielt, mit Sack und Pack.

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Das Körbchen wurde gleich begeistert genutzt.

Seitdem erleben wir jeden Tag neue Dinge – und vor allem lerne ich auch jeden Tag etwas Neues über diese Hündin, worüber ich in diesem Blog gerne berichten möchte.